Jedes Kind hat den Traum, eines Tages Pilot, Feuerwehrmann oder Geheimagent zu werden.
Oder eben Polizist.
Für die von euch, die ihren Kindheitstraum bis heute bewahrt haben, möchten wir eine Übersicht geben, wie ihr überhaupt zur Polizei kommt, was die Voraussetzungen sind und wie euer weiterer Werdegang aussehen wird.
Da jedoch alle Bundesländer eigene Regelungen haben, was die angebotenen Ausbildungen (mittlerer, gehobener, höherer Dienst) angeht, werden wir uns fürs Erste auf die Polizeiausbildung in Nordrhein-Westfalen beschränken.
Wir haben alle unsere Ausbildung in NRW gemacht und können euch deshalb hier den meisten Input geben.
Prinzipiell kann jeder EU-Bürger Polizist werden.
Es gibt allerdings ein paar Voraussetzungen, die ihr erfüllen müsst.
Ihr...
Daneben gibt es noch Soft Skills - also nicht konkret messbare Eigenschaften - die ihr haben solltet.
Dazu zählt, dass ihr...
In NRW wird nach dem dualen Studienmodell ausgebildet - das bedeutet, dass sowohl Theorie als auch Praxis in deinen 3 Jahren Regelstudienzeit integriert sind. Nach erfolgreichem Abschluss deines Studiums erhältst du einen Bachelor of Arts und bist qualifiziert, eine Masterstudium anzuhängen.
Das Studium wird im sogenannten Dreischritt durchgeführt: Theorie - Training - Praxis (TTP). Das bedeutet, dass du das Fachwissen in der Theorie lernst (an der Hochschule), es im Training vertiefst (im Bildungszentrum) und es dann in der Praxis einsetzt (in einem Präsidium).
Die Studienorte sind in Aachen, Bielefeld, Dortmund, Duisburg, Gelsenkirchen, Hagen, Herne, Köln, Mülheim an der Ruhr und Münster, die Bildungszentren befinden sich in Brühl und Schloss Holte-Stukenbrock und die Polizeipräsidien, die als Ausbildungsorte dienen, sind in Aachen, Bielefeld, Bonn, Dortmund, Duisburg, Düsseldorf, Gelsenkirchen, Hagen, Köln und Münster.
Im ersten Studienjahr werden im Grundstudium die Grundlagen für eure zukünftige Polizeiarbeit erarbeitet und ihr werdet auf euer erstes Praktikum vorbereitet. Es ist in folgende sechs Studienblöcke aufgeteilt:
In den Trainings werden euch die Basics für euren Polizeialltag beigebracht.
Das bedeutet unter Anderem Verkehrssicherheitsarbeit, Unfallaufnahme, Schießtraining und Eingriffstechniken.
Am Ende des ersten Studienjahres habt ihr euer erstes Praktikum über 8 Wochen in einer Polizeiinspektion.
Im zweiten Studienjahr werden eure rechtlichen und praktischen Kenntnisse im Hauptstudium vertieft und ihr werdet eingehend auf das praktikumsreiche dritte Jahr vorbereitet. Ein Praxisblock ist im zweiten Studienjahr nicht vorgesehen. Allerdings müsst ihr spätestens Ende August vier Sportübungen (2x Ausdauer, 2x Schwimmen) absolviert haben, um für das letzte Jahr zugelassen zu werden.
Das dritte Studienjahr ist geprägt von Praktika unterschiedlichster Art im Wachdienst und Kriminalkommissariat. Zudem werdet ihr auf eure Bachelorarbeit vorbereitet, welche ihr das Jahr über schreibt und am Ende des Jahres mit einem Kolloquium abschließt.
Ihr habt euer dreijähriges Studium bestanden und werdet zum Polizeikommissar im Beamtenverhältnis auf Probe ernannt - herzlichen Glückwunsch!
Als nächstes folgt für euch ein Einsatz in einer Kreispolizeibehörde im Streifendienst, bevorzugt in den Direktionen Gefahrenabwehr/Einsatz, Kriminalität und Verkehr. Falls eure Behörde eine Bereitschaftspolizei vorweist, werdet ihr gegebenenfalls danach noch in der Einsatzhundertschaft eingesetzt.
Nach drei erfolgreichen Jahren als Beamter auf Probe erhaltet ihr dann das Beamtenverhältnis auf Lebenszeit.
Danach könnt ihr dann in den Streifendienst zurückkehren oder aber ihr spezialisiert euch.
Habt ihr besondere Kenntnisse wie z.B. in der IT, so könnt ihr durch spezielle Weiterbildungsprogramme zur Kripo wechseln, ihr könnt Motorradpolizist werden, zum SEK gehen oder aber auch Diensthundeführer werden.
Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig!
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